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IPA Dresden bei der "Langen Museumsnacht" dabei

16. September 2017

Durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden wurde angeregt, dass sich die „polizeihistorische Sammlung“ in der Polizeidirektion Dresden erstmalig an der Museumsnacht beteiligen könnte.

Der Leiter der Polizeidirektion, Polizeipräsident Horst Kretzschmar, stimmte dem Ansinnen sofort zu, zumal der Vorstand der Verbindungsstelle IPA Dresden Unterstützung bei der Realisierung zugesagt hat. Somit konnte die „polizeihistorische Sammlung“ erstmals einem breiten Spektrum der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Besichtigungen sind sonst nur nach telefonischer Anmeldung möglich.

In Vorbereitung der Veranstaltung kam der Vorstand der IPA-Verbindungsstelle auf den Gedanken, mit dem Verkauf einschlägiger Literatur und einem Spendenaufruf Geld für die Sammlung und das Projekt „Grabpflege Koettig“ zu akquirieren.

Paul Koettig, Polizeipräsident von 1904 bis 1919, der für die damalige Zeit sehr viel Innovatives in den Alltag der Dresdener Polizei einführte (z.B. die Daktyloskopie und die berittene Polizei) hatte auch die Idee, ein Kriminalmuseum einzurichten. Heute dämmert sein Grab auf dem Johannisfriedhof in Dresden Tolkewitz in einen Dornröschenschlaf dahin. Mit dem Erlös aus der Museum Nacht und durch tatkräftige Unterstützung soll das Grab wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden.

Am „Tag der Langen Museumsnacht“ – dem 16. September 2017 – standen dann um 17:00 Uhr die IPA-Mitglieder Marek Albrecht, Dietmar Beil, Dieter Bratfisch, Frank Nitzsche, Udo Plihal, Jürgen Sahre, Wolfgang Schütze und Lutz Wodarsch, dieser in seiner historischen Uniform, bereit, dem Unternehmen zum Erfolg zu verhelfen.

Neben den bei Wolfgang vorhandenen „Restbeständen“ des Buches „Pflicht und Hingabe – 150 Jahre PD Dresden“ sponserten Frank und Dieter mehrere Bücher „Tatorte“ bzw. „Tod im Karauschenholz“ zum Verkauf, der am Ausgang stattfinden sollte.
Am Eingang übernahm Jürgen die Kontrolle und das Zählen der Besucher, Marek war unser Verkäufer der Eintrittskarten, Lutz und Wolfgang moderierten in den Räumen der Sammlung, Dieter übernahm zunächst den „Daktyloskopie-Bock“ und Frank den Buchverkauf, Udo fungierte als „Springer“. Außerdem erhielten wir Unterstützung durch zwei Kollegen der Wachpolizei, die den „Abfluss “ des Besucherstromes durch das Haus und über den Hof der Polizeidirektion überwachten.

Als sich dann 18:00 Uhr die Tür für die Besucher öffnete, standen ...zig Besucher vor der Sammlung und weitere warteten in Doppelreihe auf der Schießgasse. Damit war wohl vorher nicht zu rechnen gewesen. Auf Grund des Andrangs ließ es sich auch nicht durchführen, dass wir - wie im Programm angekündigt - in Gruppen zu 20 Personen durch die Sammlung führen könnten. Stellenweise drängten sich die Besucher dicht in den Räumen der Sammlung.
Lutz und Wolfgang moderierten souverän, sachlich, kenntnisreich und mit einem Schuss Humor, während Dieter alle Hände voll zu tun hatte, einer Vielzahl von Gästen (nicht nur Kindern!) die Finger zu schwärzen und dabei noch Erklärungen zum Erkennungsdienststuhl, zu Methoden der Personenbeschreibung und zur Anfertigung von „Subjektiven Porträts“ zu geben.
Leider hielt seine Stimme nicht durch, so dass Frank später seinen Part übernahm, der bis dahin recht erfolgreich die Bücher „an den Mann“ und Geld in die Spendenbox gebracht hatte. Auch die „Gräfin Cosel“ mit ihrem Gefolge gab uns die Ehre und lies sich auf dem Erkennungsdienststuhl nieder.

Obwohl Lutz reichlich Vorsorge für Essen und Trinken gesorgt hatte, nahmen wir uns kaum die Zeit für eine Pause - der Besucherstrom riss einfach nicht ab! So ging das bis nach Mitternacht.

Zur Schließzeit 01:00 Uhr mussten wir die letzten Gäste förmlich „hinauskomplimentieren“ um ungestört ein kurzes Fazit ziehen zu können:

  • Die Veranstaltung war ein vorher nicht voraussehbarer Erfolg!
  • Von den Besuchern gab es ein durchweg positives Feedback!
  • Es wurden 1.386 Besucher gezählt!
  • Buchverkauf und Spenden ergaben einen Erlös von 587,00 €! (hinzu kommen noch Akquise für die Teilnahme sowie Einnahmen durch den Kartenverkauf)

Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für den Einsatz !


Frank Nitzsche

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